Altersarmut ist vor allem ein Frauenproblem

Das Risiko Altersarmut ist in 90 Prozent der untersuchten Länder bei Frauen um die Hälfte größer als bei Männern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Allianz Studie. Markets | 04.02.2014 09:38 Uhr
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„Älter, ärmer und länger in Pension: Frauen in Österreich sind von Altersarmut dreimal öfter betroffen als Männer“, kommentiert Dr. Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Allianz Gruppe in Österreich, die Ergebnisse der Allianz Studie zum Thema „Altersarmut bei Frauen“. 

Risiko Altersarmut in den Industrieländern: Jede siebente Frau über 65 betroffen

Laut den Ergebnissen der vorliegenden Untersuchung, die dreißig OECD-Länder berücksichtigt, verbringen viele Seniorinnen und vor allem Witwen den Herbst ihres Lebens in Armut: Die Armutsquote – definiert als Bevölkerungsanteil, dessen verfügbares Einkommen unter 50 Prozent des Medianeinkommens beträgt – liegt bei Frauen über 65 Jahren bei 15 Prozent – im Vergleich zu 11 Prozent bei den Männern dieser Altersgruppe. Auch in Österreich gibt es einen deutlichen Unterschied in der finanziellen Situation zwischen Frauen und Männern über 65: Nur 3,6 Prozent der Männer in diesem Alter liegen mit ihrem Einkommen unter der Armutsgrenze, bei Frauen beträgt dieser Wert 10,1 Prozent. Auch in anderen Ländern ist der Geschlechterunterschied groß: Die Armutsrate der Frauen befindet sich in Finnland, Irland und Norwegen etwa um 10 Prozentpunkte über jener der Männer, signifikante Unterschiede gibt es auch in Italien, der Slowakei und den Vereinigten Staaten, wo mehr als ein Viertel aller Über-65-Jährigen Frauen (26,8 Prozent) gegenüber 18,5 Prozent der Männer unter der Armutsgrenze lebt. 

Internationaler Vergleich: Österreichs Seniorinnen im Mittelfeld

Wirft man einen Blick auf Altersarmutsquoten im Detail, so ergibt sich folgendes Bild: Den größten Anteil an armen Seniorinnen gibt es in Südkorea (47,2 Prozent), wo knapp jede zweite Frau von Altersarmut betroffen ist. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen die Irinnen (35,3 Prozent) und die Australierinnen (28,9 Prozent). Die geringste Seniorinnen-Armutsquote haben die Neuseeländerinnen (0,9 Prozent), gefolgt von Luxemburg und den Niederlanden mit je 2,4 Prozent. Mit einer Armutsquote von 10,1 Prozent liegt Österreich auf Rang 20: Damit ist hierzulande etwa jede zehnte Frau von Altersarmut betroffen – uns geht es damit nur leicht besser als den Deutschen, bei denen 10,8 Prozent unter der Armutsgrenze leben. 

Österreich: 65-jährige Frauen leben im Durchschnitt noch 21 Jahre

Untersuchungen haben ergeben, dass von allen Faktoren, die bei Altersarmut eine Rolle spielen, der Witwenstand die wichtigste Bedeutung einnimmt. Im Jahr 2011 waren 43 Prozent aller österreichischen Frauen über 65 Jahren verwitwet. Grund dafür ist auch ein – gegenüber den Männern – stärkerer Anstieg bei der Lebenserwartung: Betrug der Unterschied in der Lebenszeit zwischen Männern und Frauen hierzulande im Jahr 1950 noch 1,8 Jahre, haben derzeit in Österreich Frauen eine um fünfeinhalb Jahre höhere Lebenserwartung als Männer (82,7 Jahre vs. 77,2 Jahre), ab dem Alter 65 leben Frauen im Durchschnitt um 3,3 Jahre länger als Männer, nämlich durchschnittlich 20,6 Jahre. 

Ausblick: Frauen durchschnittlich 28 Jahre in Pension

Das Älterwerden bietet eine oftmals neue Lebensperspektive, da die Menschen dank medizinischer Fortschritte bis ins hohe Alter aktiv bleiben können. Aktuell gehen Frauen hierzulande im Schnitt mit 57,5 Jahren in Pension. „Die durchschnittliche österreichische Frau hat zum Pensionsantritt noch etwa 28 Jahre vor sich“, erklärt Littich. Neben frühzeitiger und präventiver Gesundheitsvorsorge sei private Vorsorge aber mehr denn je notwendig: „Es wird auch für Frauen – unabhängig davon ob verheiratet oder ledig – immer wichtiger, sich aktiv um ihre finanzielle Vorsorge zu kümmern. Als Versicherer können wir das biometrische Risiko absichern und unseren Kundinnen eine lebenslange Rente auszahlen, auch wenn sie 100 Jahre und älter werden“, so Littich abschließend.

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